Bereits im Mittelalter bestand in der Stadt Löbejün eine Vereinigung der Schützen. Der Dreißigjährige Krieg (1618-1648) machte aber der alten Schützengilde durch die Wirren des Krieges ein Ende. Bürger der Stadt Löbejün gründeten Ende des 17. Jahrhunderts aufgrund der damaligen Schwierigkeiten durch herumstreunende Söldner eine neue Schützengilde, auch Schützengesellschaft, Schützenkompanie oder Schützenverein genannt und erhielten am
14. Juli 1699 vom Kurfürsten Friedrich III. von Brandenburg ihre Privilegien. Dieses Datum gilt als Gründungstag der Schützengilde Löbejün 1699.
Schützen1925 Rathaus
Die Löbejüner Schützengilde bestand bis zum Ende des II. Weltkrieges 1945.
Die damaligen Mitglieder versteckten die im Jahr 1924 geweihte Vereinsfahne und viele andere historischen Schützenkostbarkeiten. Im Jahre 1945 wurden alle Schützenvereine bzw. Schützengilden auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetischen Besatzungszone durch einen Beschluss der damaligen Sowjetischen Militäradministration in Deutschland verboten.
Fahne Fahne
Mit der Gründung der DDR und der Gründung der Gesellschaft für Sport und Technik begann in der Stadt Löbejün eine Gruppe von Sportschützen ihre Arbeit auf der alten Schützenanlage in Löbejün. Nach Schließung dieser Anlage aus sicherheitstechnischen Gründen wurde durch Schießsportfreunde an der Polytechnischen Oberschule Löbejün eine Arbeitsgemeinschaft Sportschießen gegründet. Diese AG war sehr erfolgreich und errang viele Spartakiadesiege im Kreis- und Bezirksmaßstab.